Mehr als 120 Fachleute aus Verwaltung, Forschung und Wasserwirtschaft kamen am 18. Juni 2026 in Osnabrück zur ersten gemeinsamen Wasserkonferenz von Niedersachsen und den Niederlanden zusammen. Die Veranstaltung stellte einen wichtigen Schritt zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Wassermanagement dar und bot eine Plattform für den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Ideen zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen im Wasserbereich. Die Veranstaltung wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Energie, dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, der grenzüberschreitenden Plattform für regionale Wasserwirtschaft und JCAR ATRACE organisiert.
Extreme Wetterereignisse – von Dürren bis hin zu Hochwassern – betreffen zunehmend ganze Flusseinzugsgebiete und erfordern koordinierte Ansätze, die über nationale Grenzen hinausgehen. Vor diesem Hintergrund kamen auf der Konferenz Akteure aus beiden Ländern zusammen, um zu erörtern, wie die Zusammenarbeit von Politik, Praxis und Wissenschaft eine widerstandsfähige und zukunftsfähige Wasserbewirtschaftung unterstützen kann.
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Impulse für die zukünftige Wasserbewirtschaftung
Im Verlauf der Konferenz betonten Vertreterinnen und Vertreter beider Länder die wachsende Bedeutung einer engen Zusammenarbeit bei der Bewältigung gemeinsamer wasserwirtschaftlicher Herausforderungen.
Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, hob die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit hervor:
Jaap Slootmaker, Generaldirektor für Wasser und Boden im niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, bekräftigte diese Botschaft:
Die Plenarvorträge und Podiumsdiskussionen boten wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen in beiden Ländern. Besonderes Augenmerk lag darauf, wie Politik, Praxis und Wissenschaft gemeinsam robuste und anpassungsfähige Strategien für die Wasserbewirtschaftung entwickeln können.
Die Präsentationen der Plenarsitzung können hier abgerufen werden.
Vom Wissensaustausch zur praktischen Zusammenarbeit
Ein zentrales Element der Konferenz war eine Reihe von Breakout-Sessions, in denen die Teilnehmenden gemeinsame Herausforderungen und Chancen vertieft diskutieren konnten.
Die Themen umfassten:
- Hochwasserrisikomanagement und Frühwarnsysteme
- Wasserstrategien und Governance
- Vorsorge für Extremereignisse
- Klimaanpassung und Schwammmaßnahmen zur Wasserrückhaltung
- Wissenskommunikation und öffentliches Bewusstsein
Die Diskussionen machten deutlich, dass beide Länder vor vielen ähnlichen Herausforderungen stehen. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen aus, identifizierten gemeinsame Bedarfe und erkundeten konkrete Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit.
Die Ergebnisse dieser Sitzungen bilden eine wichtige Grundlage für Folgeaktivitäten im Rahmen des JCAR-ATRACE-Programms und anderer grenzüberschreitender Initiativen.
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Zentrale Erkenntnisse
Aus der Konferenz gingen mehrere klare Botschaften hervor:
- Wasserbezogene Herausforderungen erfordern zunehmend eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
- Politik, Praxis und Wissenschaft spielen alle eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung wirksamer Lösungen für die Wasserbewirtschaftung.
- Wissensaustausch kann Regionen dabei unterstützen, voneinander zu lernen und Innovationen zu beschleunigen.
- Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und den Niederlanden schafft neue Möglichkeiten, zukünftige wasserwirtschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
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Ausblick
Die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Breakout-Sessions werden derzeit weiter ausgearbeitet.
In den kommenden Monaten:
- Weitere Präsentationen und Zusammenfassungen der Sitzungen werden veröffentlicht.
- Identifizierte Kooperationsmöglichkeiten werden weiterentwickelt.
- Folgeaktivitäten im Rahmen grenzüberschreitender Projekte werden durchgeführt.
Die Konferenz war damit mehr als nur eine erfolgreiche eintägige Veranstaltung. Sie schuf einen gemeinsamen Ausgangspunkt für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und den Niederlanden zu den erörterten Themen und bekräftigte das gemeinsame Engagement, zukünftige wasserwirtschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Weiterführende Literatur
Mehrere Hintergrunddokumente bieten weitere Einblicke in die während der Konferenz behandelten Themen und die Wissensgrundlage, auf der die grenzüberschreitende Wasserkooperation in der GPRW-Region basiert.
- Konferenzprogramm – Ein Überblick über die Konferenzsitzungen, Referenten und die während der Veranstaltung behandelten Themen. Verfügbar auf der JCAR-ATRACE-Website: Konferenzprogramm.
- Vecht-Scoping-Studie – Die ursprüngliche Scoping-Studie, die eine wichtige Wissensgrundlage für die Diskussionen über Herausforderungen und Chancen der grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung im Vecht-Einzugsgebiet bildete: Scoping-Studie herunterladen.
- Zusammenfassung der Scoping-Studie – Eine prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen aus der Vecht-Scoping-Studie: Zusammenfassung herunterladen.
- Konferenzvorträge – Die während der Plenarsitzung der Konferenz gehaltenen Vorträge, die weitere Einzelheiten zu den behandelten Themen liefern: Die Vorträge ansehen.